Mit den einstmals blühenden Monheim geht jetzt es steil bergab. Verantwortlich dafür ist ein spezielles, nur in Monheim heimisches politisches Provinzgewächs, die PETO. Dreißig Millionen versemmelt durch eine Finanzspekulation, ein sich gewaltig auftürmender Schuldenberg in Milliardenhöhe. Aber ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt sich’s gänzlich ungeniert. Hier das neueste Beispiel, wie jedes schon tiefe politische Niveau noch weiter unterboten wird:
Wer nach dem PETO-Ratsmitglied Florian Große-Allermann googelt, der stößt zuallererst auf Unappetitliches: https://rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/partygaeste-von-peto-ratsherr-poltern-mit-klinik-klos_aid-22003247. Aber es geht noch besser. Wiederum greift der Mann tief in die Kloschüssel. Hier seine neuesten Absonderungen:
„Die Alternative für Deutschland ist eine antidemokratische und verfassungsfeindliche Partei. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit ihren Anträgen würde unseres Erachtens sie und diese Anträge auf eine Stufe mit einer demokratischen und seriösen Ratsarbeit stellen. Der AfD geht es aber nicht um eine inhaltliche Auseinandersetzung. Es geht ihr um die Abkehr von einer pluralistischen Gesellschaft, um den Abbau von Rechten und um Repression. Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, es sei möglich, mit der AfD auf inhaltlicher Ebene zu diskutieren. Diesen Fehler dürfen wir nicht begehen. Für meine Fraktion ist klar, wir beteiligen uns nicht an einer Normalisierung dieser Partei, die auf einer antifreiheitlich demokratischen Grundordnung aufbaut! …….Ich habe ein wunderbares Zitat von Hape Kerkeling gesehen, einige von Ihnen und euch kennen das. Hape Kerkeling hat gesagt, wenn ich ein Glas Wasser habe und einen Schluck braune Gülle hineinschütte, dann ist das ganze Wasser ungenießbar, und es kann dann nur weggekippt werden. Und genau so sieht es aus.“
Wer nun meint, wir würden uns durch diese Unverschämtheit provozieren lassen, der irrt. Hier unsere nüchtern sachliche Antwort.
„Der Redebeitrag der PETO in der Sitzung des Ausschusses für Ordnung, öffentliche Angelegenheiten und Verkehr am 23.06.2026 sagt letztlich mehr über das Demokratieverständnis der PETO aus als über die AfD.
Einer Partei, die das Handeln des Bürgermeisters über Jahre hinweg regelmäßig gedeckt hat, obwohl dieser mutmaßlich am Rat vorbei Verträge abgeschlossen hat, und in den letzten Tagen trotz seiner bereits erfolgten Abwahl weitere Verpflichtungen in Millionenhöhe eingegangen ist, der steht es kaum zu, das Demokratieverständnis der mittlerweile stärksten Partei Deutschlands infrage zu stellen. Wer ein solches Verwaltungshandeln politisch begleitet und mitträgt, sollte mit Vorwürfen gegenüber anderen Parteien zurückhaltender sein und sich zunächst der eigenen Verantwortung stellen.
Wer behauptet, mit einer gewählten Fraktion dürfe man grundsätzlich nicht inhaltlich diskutieren, erklärt die parlamentarische Debatte faktisch für überflüssig. Das ist ein bemerkenswertes Verständnis von Demokratie. Denn Demokratie lebt nicht vom Ausgrenzen, sondern vom offenen Wettstreit der Argumente. Die Bürgerinnen und Bürger haben uns nicht gewählt, damit wir politische Gegner mit Schlagworten überziehen und anschließend jede Diskussion verweigern. Sie haben uns gewählt, damit wir Positionen austauschen, Anträge prüfen und Entscheidungen begründen.
Statt sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, flüchtet sich die PETO in moralische Etiketten. Wer keine Debatte führen will, erklärt den politischen Gegner einfach zum Unberührbaren. Das mag bequem sein, ersetzt aber keine Sachpolitik. Besonders bedenklich ist die Aussage, eine inhaltliche Auseinandersetzung würde bereits eine „Normalisierung“ darstellen. Mit anderen Worten, nicht die Qualität eines Antrags soll entscheidend sein, sondern allein der Absender. Das ist kein Ausdruck demokratischer Stärke, sondern politischer Bequemlichkeit.
Wer von einer pluralistischen Gesellschaft spricht, sollte auch Meinungspluralismus aushalten. Wer Toleranz fordert, sollte nicht Intoleranz gegenüber jeder abweichenden Meinung praktizieren. Und wer sich als Verteidiger der Demokratie inszeniert, sollte nicht erklären, dass bestimmte politische Positionen grundsätzlich von der Debatte ausgeschlossen werden müssen. Die PETO kann unsere Anträge ablehnen. Sie kann unsere Argumente kritisieren. Sie kann gegen jeden einzelnen Antrag stimmen. Das ist ihr gutes demokratisches Recht. Aber die kategorische Verweigerung jeder inhaltlichen Auseinandersetzung ist letztlich ein Eingeständnis politischer Schwäche. Wer von seinen Argumenten überzeugt ist, braucht keine Debattenverbote.
Wir werden auch weiterhin unsere Positionen vertreten, Anträge einbringen und die Themen ansprechen, die viele Bürger bewegen. Und wir werden das tun, was in einer Demokratie selbstverständlich sein sollte, Argumente mit Argumenten beantworten.“ (Heinz Burghaus)
